Reise reise
auf den wellen wird gefochten
wo fisch und fleisch zur see geflochten
der eine sticht die lanz´ im heer
der andr´e wirft sie in das meer
ah, ahoi
reise, reise, seemann reise
jeder tut´s auf seine weise
der eine stößt den speer zum mann
der andere zum fische dann
reise, reise, seemann, reise
und die wellen weinen leise
in ihrem blute steckt ein speer
bluten leise in das meer
die lanze muss im fleisch ertrinken
fisch und mann zur tiefe sinken
wo die schwarze seele wohnt
ist kein licht am horizont
ah, ahoi
reise, reise, seemann, reise
jeder tut´s auf seine weise
der eine stößt den speer zum mann
der andere zum fische dann
reise, reise, seemann, reise
und die wellen weinen leise
in ihrem blute steckt ein speer
bluten leise in das meer
reise, reise
reise, reise, seemann, reise
und die wellen weinen leise
in ihrem herzen steckt ein speer
bluten sich am ufer leer
bluten sich am ufer leer
Stein Um Stein
ich habe pläne, große pläne
ich baue dir ein haus
jeder stein ist eine träne
und du ziehst nie wieder aus
ja ich baue ein häuschen dir
hat keine fenster, keine tür
innen wird es dunkel sein
dringt überhaupt kein licht hinein
ja ich schaffe dir ein heim
und du sollst teil des ganzen sein
stein um stein
mauer ich dich ein
stein um stein
ich werde immer bei dir sein
ohne kleider, ohne schuh´
siehst du mir bei der arbeit zu
mit den füßen im zement
verschönerst du das fundament
draußen wird ein garten sein
und niemand hört dich schrei´n
stein um stein
mauer ich dich ein
stein um stein
ich werde immer bei dir sein
ich werde immer bei dir sein
welch ein klaufen, welch ein hämmern
draußen fängt es an zu dämmern
alle nägel stehen stramm
wenn ich sie in dein leibholz ramm´
stein
stein um stein
mauer ich dich ein
stein um stein
mauer ich dich ein
stein um stein
mauer ich dich ein
stein um stein
und keiner hört ihn schrei´n
Mein Teil
Suche gut gebauten Achtzehn- bis Dreißigjährigen zum Schlachten
Der Metzgermeister
Heute treff ich einen Herrn
Der hat mich zum Fressen gern
Weiche Teile und auch harte
stehen auf der Speisekarte
Denn du bist
was du isst
und ihr wisst
was es ist
Es ist mein Teil – nein
Mein Teil – nein
Denn das ist mein Teil – nein
Mein Teil – nein
Die stumpfe Klinge – gut und recht
Ich blute stark und mir ist schlecht
Muss ich auch mit der Ohnmacht kämpfen
ich esse weiter unter Krämpfen
Ist doch so gut gewürzt und so schön flambiert
und so liebevoll auf Porzellan serviert
Dazu ein guter Wein und zarter Kerzenschein
Ja da lass ich mir Zeit Etwas Kultur muss sein
Denn du bist
was du isst
und ihr wisst
was es ist
Es ist mein Teil – nein
Mein Teil – nein
Denn das ist mein Teil – nein
Yes it´s mein Teil – nein
Ein Schrei wird zum Himmel fahren
schneidet sich durch Engelscharen
Vom Wolkendach fällt Federfleisch
auf meine Kindheit mit Gekreisch
Es ist mein Teil – nein
Mein Teil – nein
Denn das ist mein Teil – nein
Mein Teil – nein
Moskau
Diese Stadt ist eine Dirne
Hat rote Flecken auf der Stirn
Ihre Zähne sind aus Gold
Sie ist fett und doch so hold
Ihr Mund fällt mir zu Tale
Wenn ich sie dafuer bezahle
Sie zieht sich aus doch nur für Geld
Die Stadt die mich in Atem hält
Moskau
Moskau
Sie ist alt und trotzdem schön
Ich kann ihr nicht wiederstehen
Pudert sich die alte Haut
Hat sich die Brüste neu gebaut
Sie macht mich geil ich leide Qualen
Sie tanzt fuer mich ich muß bezahlen
Sie schläft mit mir
Doch nur fuer Geld
Ist doch die schoenste Stadt der Welt
Moskau
Moskau
Moskau
Moskau
Ich sehe was, was du nicht siehst
( Wenn du deine Augen schließt)
Ich sehe was, was du nicht siehst
( Wenn du vor mir niederkniest)
Ich sehe was, was du nicht siehst
( Wenn du mich mit dem Mund berührst)
Ich sehe was, das siehst du nie
Moskau
Moskau
Moskau
Moskau
Vive Rammstein. 